Verwöhnte reiche Kinder

Ich habe durch den Finanzblogroll wieder ein paar Interessante Beiträge zu Familien, Ehen und Kindern gelesen. Selbst ich habe schon ein Artikel über die finanzielle Entwicklung bei Kindern geschrieben, welche sich auf eine interessante Studie anlehnte.

In den Beiträgen die ich gelesen habe, ging es öfters um die eigene Finanzielle Freiheit und das man seinen Kindern dadurch etwas besseres gönnen will. Ein besseres Leben, bessere Bildung, hier und da mehr gönnen. Aber soll man das wirklich machen? Ich selber habe keine Kinder und will hier meine Sicht und Vorstellung mal preisgeben.

Es gab immer dieses eine Kind…

reiche kinder

Es gab immer den Kommilitonen, der immer die neuesten und teuersten Klamotten und Handy zu haben schien. Er ist gleich alt, arbeitet nebenbei als Kellner wie man selber. Man muss jeden Euro umdreht um zu sparen und zu investieren, während er das neueste iPhone hat und jeden zum Essen einlädt, es scheint er hat die finanzielle Freiheit schon längst erreicht.

Was ist mit dem einen Typen, der mit 16 schon einen BMW gefahren ist, während man immer noch mit dem klapprigen Rad oder Bus fahren zur Schule fahren muss? Er hat all die Mädchen bekommen. Fragst du dich das auch manchmal, wie das kommt?

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Ich dachte immer, diese Leute hätten nur nette, gut bezahlte Jobs gehabt und klüger investiert als ich. Je älter man wird, desto mehr merkt man, dass es eine Menge Schall und Rauch gibt. Genauso wie bei einigen Finanzblogs.

Ich erinnere mich an einen Kommilitonen der mit mir Studiert hat, er hatte eine mordsmäßige Bude, wo wir alle abhingen. Er wohnte alleine, gute 40qm in Uninähe für 600 €, redete immer von Aktien und Börse. Bafög hat er nie bekommen, seine Eltern waren Wohlhabend. Nebenbei arbeiten musste er auch nie, schließlich ist die Freizeit Studienzeit, sagten zumindest seine Eltern während sie die Miete für ihn zahlten, darauf war er sehr stolz. Kennt ihr die Doku: Rich Kids? Ich war schockiert, was die Eltern alles den Kindern zahlen.

Ist es gesund die Kinder so zu verwöhnen?

Sollten Eltern ermutigen werden, ihre Kinder auch nach dem Studium zu unterstützen? Warum nicht, wenn ihre Kinder keinen Job oder nicht viel Geld haben, spricht nichts dagegen. Aber wie lernen sie dann etwas über persönliche Finanzen, wenn alles, was sie tun, ist, von den Eltern Almosen zu erhalten und sich mit verschwenderischem Mist zu begnügen? Berechtigte Fragen!

Am Endes geht es uns wirklich nichts an, was die Eltern anderer Leute für ihre Kinder tun, ob die Eltern auch noch den Po ihres 30 Jährigen Sohnes abwischen oder ihr Taschengeld zustecken in höhe von tausenden von Euros. Verdammt, wenn ich reich wäre und viel Geld hätte und mein Kind an einer Elite Uni unterbringen wöllte, würde ich es auch tun! Es sind dann die Blicke und das Getuschel, die mir vielleicht zu schaffen machen würden, weil ich meinem Kind alles zustecke.

Die eigentliche Frage ist: Sollten WIR unseren Eltern das Geld zurückzahlen und wenn ja, wann? Ich sage ja und wann immer wir die Mittel dazu haben. Sie haben die Investition in uns gesteckt, und viele haben für unsere Ausbildung bezahlt. Warum zahlen wir unseren Eltern das Geld, das sie in jungen Alter für uns ausgegeben haben, nicht zumindest real zurück?

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Meine Eltern werden in den nächsten paar Jahren in die Rente gehen. Die Rente wird hoffentlich reichen, investiert haben sie nicht. Wie schön wäre es dann, wenn meine Kinder mir für den Rest meines Lebens einen Dauerauftrag über ein paar hundert Euro im Monat schicken würden, dann wären Kinder eine Art passives Einkommen und eine Investition für das Leben. Ich hätte diesen kleinen Bonus der Sozialversicherung sehr gerne, wenn ich im Ruhestand bin!

Es ist auch egal wie man seine Eltern am Ende glücklich macht, vielleicht kauft man ihnen die Eigentumswohnung, schenkt ein paar Dividendenaktien oder unterstützt sie bei Finanziellen Sachen. Viele Eltern finanzierten uns den Urlaub, warum also nicht andersrum? Holt euch die Geschwister und legt für einen Urlaub zusammen.

Abschließendes

Zurück zur Frage ob wir nun unsere Kinder verwöhnen müssen oder nicht, das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe mich schon öfters über solche Eltern aufgeregt. Ich habe es als Kind sogar erlebt, du bestimmt auch. Meine Eltern haben auf ihrer Weise so viel wie möglich mir ermöglicht und so viel Zeit und Geld in mich investiert, wie sie nur konnten. Meine Antwort lautet ich muss was zurückgeben. Was sagst du?

3 Gedanken zu „Sollen wir unsere Kinder verwöhnen? Passives Einkommen Kind

  1. Ich denke, es ist wie immer ein Balance-Akt, der nicht ganz ohne ist. Einerseits will man den eigenen Kindern die besten Möglichkeiten bieten, aber wo hört das auf und wo fängt übermäßiges Verwöhnen an? (was ggf sogar Chancen nimmt und unselbstständig machen kann)

    Ich schaue ab und an die Youtube-Videos von „TheFinancialDiet“ und da war gerade ein Interview mit „Kara Brown“ (die mir vorher nichts gesagt hat, aber sie ist wohl Writer in Hollywood). Manche Aussagen konnte ich als mehr oder minder „Normalo“ nicht ganz nachvollziehen, aber ich fand interessant, was sie zu ihrem Vater und finanzieller Erziehung erzählt hat. Das klang für mich sehr nach, ja sie waren „well off“, aber wenn es um Geld ging, ist das was sie am meisten mitgenommen hat, dass ihr Vater mit ihr Budgets durchgerechnet hat, wenn große Entscheidungen anstanden. (er hat sie dann also unterstützt, aber immer nur im vorher berechneten notwendigen Maß und sie hat auch von einem Fall erzählt, als sie weniger als budgetiert verbraucht hat und das anders ausgegeben hatte und ziemlich zusammengestampft wurde)

    Das fand ich an sich eine gute Herangehensweise, auch wenn das sicherlich auch nicht immer einfach ist und ggf die Kinder auch mal doof finden 😉 Quasi schon finanziell unterstützen, aber dazu auch finanzielles Bewusstsein schaffen und Wissen weitergeben.

    Wie das dann mit den eventuell eigenen Kindern mal wird? Puh! Wir werden sehen und mein Mann hat da auch noch ein Wort mitzureden, fürchte ich ;P

    • Da hast du vollkommen recht! Definitiv kann man hier auch lange Abhandlungen schreiben wie der beste Weg ist. Aber der wird definitiv immer im Auge des Betrachters liegen. Siehe deine Ausführung zum Partner, da kann das schon viel verändern.
      Danke für dein Kommentar

  2. […] Bringe ihnen bei, langfristige Sparziele zu haben. In diesem Alter ist ihr eigenes Auto wahrscheinlich das Erste, woran sie denken. Wenn sie eines wollen, können sie dafür bezahlen. Ihr beide solltet im Budget festhalten, was sie monatlich und wie lange sie sparen sollen, bevor sie genug Geld haben, um eine Fahrt bar zu bezahlen. Frühzeitige Zielformulierung hilft ihnen, Geduld und Visionen zu entwickeln, zwei Dinge, die sie im Leben brauchen werden. Aber übertreibe es nicht mit der Fürsorge! […]

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