Lohnt es sich in Gold zu investieren?
Lesedauer: 2 Minuten

Besonders in den aktuellen Zeiten der Corona-Pandemie sind viele Anleger verzweifelt auf der Suche nach einer sicheren Möglichkeit, ihr Geld anlegen zu können. 

Einige von ihnen sind dabei der Meinung, dass nun besonders die Investition in Gold sinnvoll ist. Andere dagegen verkaufen ihr Edelmetall aktuell, beispielsweise an die renommierte Scheideanstalt in Berlin

Schwankungen im Portfolio durch Gold abfedern

Grundsätzlich hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Wertsteigerung bei Gold im jährlichen Mittel wesentlich geringer ausgefallen ist als beispielsweise im Bereich der Aktien. Außerdem konnten stärkere Schwankungen beobachtet werden. Ein Grund dafür besteht darin, dass der Goldpreis vor allem durch die Nachfrage reguliert wird. Es existiert jedoch keine innere Wertentwicklung, wie etwa bei Aktien von Unternehmen. 

Diejenigen, die sich allerdings um einen vollständigen Währungscrash sorgen und befürchten, dass ihre weiteren Anlagen einen Totalverlust erleiden, können durchaus einen kleinen Teil ihres Anlagevermögens in Gold investieren, zum Beispiel, indem Goldbarren und Goldmünzen gekauft und zuhause im Tresor aufbewahrt werden. 

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Die Reserven an Gold sind auf der Welt begrenzt, weshalb die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass das Edelmetall stets einen gewissen Sachwert beibehalten wird. Bereits seit hunderten von Jahren wird Gold – im Gegensatz zu den neuartigen Kryptowährungen, die ebenfalls die Aufmerksamkeit vieler Anleger erregen – außerdem als Zahlungsmittel anerkannt. Die Entwicklung des Goldpreises verläuft daneben häufig konträr zu dem Aktienmarkt, weshalb es durchaus geeignet sein kann, um Portfolioschwanken zumindest leicht abzufedern. 

Entwicklung vom Goldpreis

Wodurch wird der Goldpreis beeinflusst?

Der Preis von Gold wird, wie bei sämtlichen anderen Handelswaren, durch die Nachfrage und das Angebot bestimmt. Bei physischem Gold ist dabei jedoch die Besonderheit zu berücksichtigen, dass es einen natürlichen Rohstoff darstellt und das Angebot somit nicht unendlich erweitert werden kann. 

Sobald die Nachfrage nach dem Edelmetall ansteigt, können die Produzenten von Gold lediglich versuchen, ihre Recyclingbestrebungen kurzfristig zu intensivieren. Falls dies jedoch nicht ausreichend ist, kommt es zu einer Steigerung des Preises.

Gold in Zeiten der Krise 

Wird auf die letzten 45 Jahre zurückgeblickt, können bei dem Goldpreis große Schwankungen beobachtet werden. Notenbanken und Anleger kauften in Zeiten der Unsicherheit immer wieder Gold, wodurch sich der Preis des glänzenden Edelmetalls nach oben entwickelte. 

Ab dem Jahr 2010 und zwischen den Jahren 1979 und 1983 konnte das Gold dabei seine Höchstpreise erzielen. Neue Rekordwerte wurden dann kürzlich im April des Jahres 2020 erreicht, da sich die Nachfrage nach Gold wegen der Corona-Krise stark erhöhte.

Nicht sinnvoll: Einzelinvestment in Gold

Kurzzeitige Steigerungen der Preise sind bei Gold demnach besonders in krisenbehafteten Zeiten zu erwarten. Allerdings geht damit nicht einher, dass langfristig mit dem Gold im Vergleich zu Aktien höhere Renditen erwirtschaftet werden können. Wer in Gold investiert, profitiert weder von Dividenden noch von Zinsen. Die Preisentwicklung ist demnach allein für die Rendite verantwortlich. 

Anleger, die ihr Geld zum Beispiel im Jahr 2000 in das Edelmetall investiert haben, konnten sich am Ende des Jahres 2018 im Vergleich zu einem Investment in Aktien über geringere Schwankungen und eine höhere jährliche Rendite freuen. Wurde jedoch zu einem früheren Zeitpunkt in Gold investiert, fiel die Rendite über zehn Jahre im Bereich der Aktien wesentlich höher aus. Aus diesem Grund ist besonders eine Einzelinvestition in Gold keinesfalls als sicher zu bewerten. 

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