In diese Unternehmen investieren für die Umwelt
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Das Klima verändert sich, die höchsten Berge schrumpfen, weil das Eis schmilzt und die Artenvielfalt wird ebenfalls kleiner, der Klimawandel ist omnipräsent. So schlimm die ganzen Nachrichten da draußen sind, wir alle können noch das Ruder umreißen und es besser machen. Kapitalismus ist nicht automatisch böse, dreckig und Umweltschädlich. Investoren können nachhaltige und Grüne Unternehmen fördern und Unterstützen, wir müssen es nur wollen und vor allem müssen wir uns auch einiges eingestehen. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Der Industriestandard des Investments

Börsentypisch, gibt es viel zu viele Unternehmen die Umweltbewusst sind. Und was macht ein jeder schlauer Investor, wenn er den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht? ETF, richtig. Was gibt es besseres, als ein dutzend Papiere auf einmal zu kaufen.

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Die Großen Anbieter, haben den Trend schon längst bemerkt und bieten uns viele ETFs an. Dabei gibt es auch mittlerweile Gütesiegel. Beispielsweise das ethische Investieren, ESG, Environment (E), Social (S), Governance (G) 1. Ob dieser Standard ausreicht und wirklich hilft, sei dahingestellt. Darüber hinaus gibt es das „bessere“ Socially(S) Responsible(R) Investment(I) 2. Oder das ambitionierte Ziel von Sustainable(S) Development(D) Goals(G) 3. Man hat also wieder die Qual der Wahl, wenn man hier umweltbewusst investieren will. Aber egal welche Art man wählt, man würde definitiv umweltfreundlicher investieren. 

Hinter die Fassade blicken

Das größte Problem wird wohl das sogennante „Green-Washing“ sein. Schon letztes Jahr habe ich mich stark mit diesem Thema befasst. Das Ökologisch, Nachhaltig investieren, kann gerne noch mal gelesen werden. Nur um ein paar weitere Beispiele zu nennen, was damit gemeint ist.

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Was ist green washing?

Zum Beispiel Pepsi und Coca Cola. Beide Unternehmen erhalten von den größten Ratingagenturen hohe ESG-Bewertungen. In der Regel gehören sie auch zu den größten Beständen von ESG-Fonds, vor allem weil sie bei Parametern wie Unternehmensführung und Treibhausgasemissionen gut abschneiden. Ihr Kerngeschäft ist jedoch die Herstellung und Vermarktung von süchtig machenden Produkten, die eine der Hauptursachen für Diabetes, Fettleibigkeit und frühe Sterblichkeit sind. Pepsi und Coca Cola nutzen ihre Macht, um Steuern und Regulierungen für ihre Unternehmen zu verhindern und finanzieren große Mengen an Forschung, um von den gesundheitlichen Auswirkungen ihrer Produkte abzulenken. Da sich die Kosten für Diabetes allein in den USA auf über 300 Milliarden Dollar jährlich belaufen, in Deutschland sind es „nur“ 16 Milliarden, könnte der von diesen Unternehmen verursachte menschliche und wirtschaftliche Schaden ihren wirtschaftlichen Beitrag überwiegen.

Technologieunternehmen wie Alphabet, Amazon und Facebook gehören ebenfalls zu den größten Beständen von ESG-Fonds. Sie erhalten oft hohe ESG-Bewertungen, weil sie vorhersehbar wenig Treibhausgasemissionen verursachen. Aber nur wenige würden sie als gute Unternehmensbürger betrachten. Amazon hat beklagenswerte Arbeitspraktiken und praktiziert Preisdumping sondern treibt die Arbeitnehmer oft in die Flucht. Die Geschäftsmodelle von Facebook und Alphabet beinhalten Algorithmen, die gefährliche Hassreden und Fehlinformationen im Internet allgegenwärtig gemacht haben und die Produkte der Unternehmen wurden mit einer Zunahme psychischer Probleme bei jungen Menschen in Verbindung gebracht. Alle drei Unternehmen wurden von Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern, Wirtschaftsführern und Generalstaatsanwälten als Monopole bezeichnet, die die Existenz eines gut funktionierenden Systems der freien Marktwirtschaft bedrohen. Wenn das Kerngeschäftsmodell eines Unternehmens so viel Schaden anrichtet, sollte die Vertuschung durch „gutes Verhalten“ bei anderen Parametern nicht so einfach sein.

Versteht mich nicht falsch, auch ich habe in einige dieser Titel investiert unter der Umweltbedingten Prämisse, aber man muss sich auch eingestehen, das auch hier in großen Maase Nachhole bedarf existiert. Es nutzt nichts, wenn Tabakfirmen Anti-Raucher-Kampagnen finanzieren, einfacher wäre es, keine Zigaretten herzustellen.

Einzeltitel sind die wahren Hingucker

Was viele bei der Wulst an Titeln nicht sehen ist, dass es da draußen unmengen an interessanten und unglaublichen tollen Unternehmen gibt. Vielleicht sind nicht alle an der Börse, doch das sind die Titel von Morgen. Wenn ihre Ideen einschlagen und skalieren, sind nicht nur wir vor der großen Krise gerettet, sondern haben von Anfang an in Titel investiert, die das Zeug zum Global Player haben.

Diese Unternehmensbereiche müsst ihr im Auge behalten

Wer auf die Umwelt guckt, sollte nicht nur auf die typischen Unternehmen schauen, wie dem Energiesektor. Was viele nicht wissen ist, das auch in der Nahrungsindustrie der Klimakampf ausgebrochen ist.

Hier ist zum Beispiel die Idee des Künstlichen Fleisches zu bedenken oder sogar Insekten.

Eine Interessante Idee ist zum Beispiel Unternehmen, die CO2 versiegeln wollen. Es gibt verschiedene Arten dies zu tun, einige möchte es im Meeresboden versiegeln, die anderen wollen es zusammenpressen und Baumaterial herstellen und andere wollen mit Pflanzen dagegen halten.

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Man muss selbstverständlich auch die Energiebranche angucken. Dabei meine ich nicht die Energieriesen die wir schon kennen. Also Öl, Kohle ect. sondern neue Energieformen: Kernfusion.

Alte Unternehmen erfinden sich neu  

Alles was neu ist, ist nicht automatisch besser. Es gibt da draußen Unternehmen wie Royal Dutch Shell, die massiv in Umwelt investieren und zu wahren Green-Monstern werden. Shell hat Anfang Corona massiv in Elektroladegeräte für Autos investiert. Sie verkaufen nach und nach Raffinerien und positionieren sich neu für die Zukunft.

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Ältere Unternehmen wie Frosch, Henkel, Unilever ect. versuchen ihre Verpackungen mit mehr Recyceltem Material zu produzieren, weniger schädliche Chemikalien zu benutzen. Hier kann tagtäglich sehen, welche Marken mit dem Trend Nachhaltigkeit gehen und welche nicht.

Als letztes würde ich noch die Modebranche hier erwähnen. Dabei geht es natürlich Primär um Bio-Baumwolle oder Hanf, welches für die Modehäuser nachhaltiger und besser ist. Aber es gibt auch exotische Arten der Mode. Ananas, Pilze, Eukalyptus oder Kakteen. Klingt alles sehr komisch sollte man sich aber definitiv angucken.

Fazit

Als Fazit kann ich sagen, es gibt vieles da draußen was mit Umwelt wirbt und vieles ist davon nur halb so gut wie man denkt. Und dann gibt es noch kleine Perlen und wahre Wunder die sich unter diesen tausenden von Unternehmen verstecken. Wichtig ist dabei, wenn ihr in Umwelttitel investiert, denkt zweimal drüber nach.

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